Die Strategie der Ablenkung

Laut Tagesspiegel vom 1.9. war es eine gewisse Heilpraktikerin Tamara K. (mit dem vielleicht heilpraktischen Werbenamen «Kirschbaum»), die wild gestikulierend auf der Bühne vor dem Reichstag dazu aufrief, die Polizeiabsperrungen zu überspringen und auf den Treppen des Reichstages ein friedliches «sit in» zu veranstalten. Was dann von ca. 100 Personen auch befolgt und von drei Polizisten relativ mühelos abgewehrt wurde.

So lächerlich diese mehr an Hippiezeiten erinnernde Aktion auch war: Sie wurde in ihrer Lächerlichkeit noch weit übertroffen durch die mediale und politische Hysterie, die bis hinauf zum Bundespräsidenten langte, und einen «Sturm auf den Reichstag», das «Herz unserer Demokratie» herbeiphantasierte. Die zum Teil mitgeführten «Kaiserflaggen» – ohne «Kaiserwetter», aber mit deutlichem Bezug auf die Gründerzeit des Reichstages, wurden flugs mit Naziflaggen (Hakenkreuzfahnen) verwechselt und ins Narrativ eines fast gelungenen, nur mit äußerster Not verhinderten Staatsstreiches durch «Rechtsextreme» (wer und was immer das sein soll) verwoben.

https://www.tichyseinblick.de/meinungen/die-strategie-der-ablenkung-und-verwischung-bei-der-berlin-demo/