Was sagen die PCR-Tests für den Coronavirus aus?

Die New York Times berichtet aufgrund von Nachforschungen, dass die Tests zu sensitiv sind und nicht die Viruslast berücksichtigen, die für eine Ansteckungsgefährdung entscheidend ist

„Testen, testen, testen“ war die Devise, aber als mit der Welle der Reiseheimkehrer die Zahl der Tests weiter in die Höhe ging und die Labore überlastet wurden, ging es eher wieder darum, die Tests zielgenauer zu machen. Mit der Zunahme der Tests stiegen auch die Infektionszahlen, was manche von einer drohenden zweite Welle reden ließ. Die Zahl der schwer Erkrankten auf den Intensivstationen steigt ebenso wie die der Hospitalisierten (bis letzte Woche) leicht an, die der Todesfälle mit oder durch Covid-19 (derzeit bei 0,1 Prozent der positiv Getesteten) ist seit längerem konstant niedrig.1

Jetzt nehmen auch die Infektionszahlen seit Ende August wieder ab, das Robert Koch Institut sieht die Lage weiterhin „beunruhigend“ und gibt die Infektionszahlen pro 100.000 Einwohner an, nicht aber im Verhältnis zur Gesamtzahl der Getesteten. Etwas versteckt, man fragt sich, warum nicht im täglichen Situationsbericht, wird deutlich, dass auch mit einem enormen Anstieg der Tests seit der 24. Kalenderwoche – einer Verdreifachung – die Zahl der positiv Getesteten in etwa gleich geblieben ist, nur die Zahl der negativ Getesteten ist entsprechend angestiegen.

https://www.heise.de/tp/features/Was-sagen-die-PCR-Tests-fuer-den-Coronavirus-aus-4884437.html