Die WHO über Lockdowns

Gleich drei erstaunliche Meldungen aus dem Hause WHO erhellten den Oktober, aber leider nicht die Corona-Politik. Sie hätten in ihrer Radikalität das Zeug, zum Game-Changer in der weltweiten Corona-Politik zu werden, wurden sie doch von Mitarbeitern und Wissenschaftlern der WHO gemacht.

In Kürze:

1. Die WHO befürwortet die Lockdowns als primäres Mittel nicht. (Kollateralschäden).

2. Die Infektionstodesrate beträgt im Schnitt 0,27 %. Also 27 Tode pro 10.000 ärztlich festgestellten Erkrankungen.

3. Die WHO sieht derzeit (13.10.20) keine zweite Welle.

zu 1.: In einem Interview mit dem Spectator (US), publiziert am 8.10.20 äussert sich der WHO-Sonderbeauftragte für CoViD-19, David Nabarro, über Lockdowns folgendermassen:

„Wir in der Weltgesundheitsorganisation befürworten keine Lockdowns als primäres Mittel zur Kontrolle dieses Virus. Lockdowns haben nur eine Konsequenz, die man niemals verharmlosen darf, und das ist, arme Menschen um ein Vielfaches ärmer zu machen… Es scheint, dass wir bis zum nächsten Jahr eine Verdoppelung der weltweiten Armut haben könnten. Die Unterernährung von Kindern könnte sich mindestens verdoppeln…. Dies ist im Grunde eine schreckliche, schreckliche globale Katastrophe …Und so appellieren wir an alle führenden Politiker der Welt: Hören Sie auf, die Lockdowns als primäre Kontrollmethode zu benutzen…“

zu 2.: Vor etwa einer Woche wurde der WHO Bulletin von Prof. John P A Ioannides zur Sterberate von CoViD-19 – Erkrankten publiziert. 14.10.2020

Sein Ergebnis: „…Über 51 Standorte hinweg betrug die mediane COVID-19-Infektionstödlichkeitsrate 0,27% (korrigiert 0,23%)…“

Dazu schreibt Ioannides: „Die Infektionstodesrate, also die Wahrscheinlichkeit, dass eine infizierte Person stirbt, ist eines der wichtigsten Merkmale der Pandemie …COVID-19. Die erwartete Gesamt – Sterblichkeitslast von COVID-19 steht in direktem Zusammenhang mit der Infektionstodesrate. Darüber hinaus hängt die Rechtfertigung für verschiedene nicht-pharmakologische Interventionen des öffentlichen Gesundheitswesens von der Infektionstodesrate ab.“

zu 3.: In einer Meldung der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosty, die erst gar nicht in den deutschen Leitmedien auffindbar ist, wird von einer WHO-Konferenz vom 13. Oktober zum Thema „Pandemie 2020“ Dorit Nitzan, die WHO-Regionaldirektorin für Notfälle mit der Aussage zitiert: „…dass derzeit keine zweite Corona-Welle ausgemacht werden könne. Das zeigen die Arten und Formen des Virus….“

Diese drei Aussagen erlangten kaum bis gar keine Reichweite in der deutschen Medienlandschaft. Die Möglichkeit, dass solche Aussagen im allgemeinen Polit-Gemenge untergehen, besteht vielleicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie bewusst ignoriert bzw. sogar unterdrückt werden, ist höher. An der Diskrepanz zwischen diesen Aussagen und den weltweit ergriffenen Corona-Massnahmen sieht man: Die derzeitige Pandemie-Politik mit Dauertests, allgegenwärtiger Maskenpflicht und erneuten Lockdowns folgt keiner wissenschaftlichen Agenda, sondern dient in erster Linie der Durchsetzung einer globalen politischen Agenda.

Quellen:

zu 1.https://spectator.us/lockdown-incredible-vanishing-world-health-organization/

zu 2. https://www.who.int/bulletin/online_first/BLT.20.265892.pdf

zu 3. https://ria.ru/20201013/volna-1579544853.html

WHO-Regionaldirektorin: zweite Welle nicht überall erkennbar