Auf diese Fragen bleibt die Regierung Antworten schuldig

Die Mel­dun­gen über das Ver­bot von Demons­tra­tio­nen gegen die Coro­na-Poli­tik schlu­gen ein wie eine Bom­be in das ohne­hin gera­de fra­gi­le gesell­schaft­li­che Bewußt­sein. Wäh­rend sich die Ver­tei­di­ger des Ver­bots im Ber­li­ner Senat um Kopf und Kra­gen reden und beteu­ern, es habe kei­ne poli­ti­sche Grün­de (obwohl Gegen­pro­tes­te erlaubt sind), erzie­len die Orga­ni­sa­to­ren der „Ver­samm­lung für die Frei­heit“ einen PR-Erfolg. Sie kön­nen nun auch mit der Soli­da­ri­sie­rung jener rech­nen, die schon län­ger das Gefühl haben, der mie­fi­ge DDR-Hauch wehe durch die Republik.

In wei­ten Tei­len der media­len Öffent­lich­keit waren die Fron­ten ohne­hin längst geklärt: Ein Hau­fen Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker aller Cou­leur trifft sich mit poli­ti­scher Unter­stüt­zung der AfD und rechts­ra­di­ka­len Klein­par­tei­en in der Haupt­stadt, um ihre gif­ti­ge Ideo­lo­gie unters Volk zu brin­gen. Wer die übli­chen Refle­xe bei­der Sei­ten ein­mal bei­sei­te läßt, kommt zu dem Schluß: Man kann Covid-19 als Gefahr für Gesund­heit und Gesund­heits­sys­tem ernst neh­men – genau­so aber den laut Umfra­gen immer mehr wer­den­den „Coro­na-Skep­ti­kern“ zuhö­ren statt sie von vor­ne her­ein lächer­lich zu machen.

https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2020/corona-massnahmen-fragen-antworten/

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