Das Gesicht der großen Zahl

Einen 68er erin­nert die Groß­de­mons­tra­ti­on von Ber­lin an die gewal­ti­gen Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­se, die sich damals abspielten.

Aus­ge­rech­net im Wind­schat­ten von „Black Lives Mat­ter“ und der Num­mern-Revue unse­rer Vor­rech­ner vom Dienst bekommt die Fra­ge: „Wer zählt?“ eine neue unge­ahn­te Bedeu­tung. Wohl­wol­len­de Betei­lig­te sehen die größ­te fried­li­che Revol­te seit sehr lan­ger Zeit; die Ord­nungs­hü­ter dage­gen zäh­len eher nach dem Mot­to: Was nicht sein darf, kann auch nicht sein. Aber auch stim­mungs­mä­ßig könn­te der Kon­trast nicht grö­ßer sein: auf Demons­tran­ten­sei­te Gut­mü­tig­keit und — ja — guter Mut; bei der Staats­macht die per­ma­nent spür­ba­re Gewalt­dro­hung und die Ent­schlos­sen­heit, sich in ihrer Absicht, die Demo­kra­tie zu schred­dern, kei­nes­falls beir­ren zu lassen.

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