Die bagatellisierte Revolte

Wenn eine regie­rungs­kri­ti­sche Bewe­gung klein bleibt, wird sie igno­riert; schwillt sie jedoch ein­mal zu einer Mas­sen­be­we­gung an, wird sie klein gemacht. So gesche­hen bei der gro­ßen Demons­tra­ti­on für Frei­heit und Grund­rech­te am ers­ten August­wo­chen­en­de. Mit leicht fal­si­fi­zier­ba­ren Metho­den wur­de sei­tens der Leit­me­di­en der Ein­druck erweckt, es han­de­le sich bei den Demons­trie­ren­den um eine ver­nach­läs­sig­bar Ansamm­lung von Exzen­tri­kern. Ein sol­cher Anschlag auf die Wahr­heit funk­tio­niert nur, wenn prak­tisch die gesam­te ver­öf­fent­lich­te Mei­nung an einem Strang zieht. Geor­ge Orwell beschreibt die­ses Phä­no­men in „1984“ so: „Und wenn alle ande­ren die von der Par­tei ver­brei­te­te Lüge glaub­ten — wenn alle Auf­zeich­nun­gen gleich lau­te­ten —, dann ging die Lüge in die Geschich­te ein und wur­de Wahr­heit.“ Der Autor setzt per­sön­li­che Beob­ach­tun­gen vor Ort, logi­sches Den­ken und prä­zi­se Recher­che ein, um gegen der­ar­ti­ge Geschichts­klit­te­rung recht­zei­tig vorzugehen.

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