Die es nicht wissen wollen

Alles, was man benö­tigt, um die der­zei­ti­ge Lage und die ver­gan­ge­nen Mona­te rea­li­täts­ge­recht zu beur­tei­len, ist für Lai­en zugäng­lich und verständlich.

Ein­mal mehr hat sich Ange­la Mer­kel in merk­wür­di­gen Meta­phern ver­irrt. „Man muss die Zügel anzie­hen, um bei Coro­na nicht in ein Desas­ter rein­zu­lau­fen“, sprach die Rei­te­rin im Kanz­ler­amt, die sich die Bevöl­ke­rung nun also nicht mehr als etwas vor­stellt, dem es nach gefähr­li­chen Diskussions-„Orgien“ gelüs­tet, son­dern als ein Pferd, das mit straf­fer Hand durch schwe­re Zeit gerit­ten wer­den muss. Wer vier Mona­te nach Ende der Epi­de­mie nichts dabei fin­det, dass sei­ne Grund­rech­te noch immer ein­ge­schränkt sind, der fühlt sich wohl auch nicht von der Kanz­le­rin tota­li­tä­rer Spra­che ernied­rigt. Der Weg vom Bür­ger zum Unter­ta­nen war stets nur eine Grippe-(ähnliche) Wel­le entfernt.

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