Im falschen Film

Das Coro­na-Gesche­hen kommt so man­chem umwirk­lich vor — aber wir kön­nen uns jeder­zeit für das ech­te Leben entscheiden.

Die Regis­seu­re des gro­ßen Coro­na-Thea­ters haben sich viel zuschul­den kom­men las­sen. Aber ihre viel­leicht schlimms­te Tat besteht dar­in, dass sie uns vor­über­ge­hend ver­ges­sen lie­ßen, wie schön das Leben ist. Gebannt starr­ten wir auf Bild­schir­me und Gebots­ta­feln, inha­lier­ten mit selbst­quä­le­ri­schem Eifer das Aro­ma von Düs­ter­nis und Zwang, das von ihnen ausströmte.

Wir nah­men die Straf­pre­dig­ten der Hygie­ne-Pro­phe­ten tief in uns auf, viel­leicht auch nur, um dage­gen pro­tes­tie­ren zu kön­nen. Doch auch der Kri­ti­ker ist mit­un­ter noch ein Gefan­ge­ner — im Bann jenes Nega­ti­ven, gegen das er ver­zwei­felt aufbegehrt.

Gehen wir hin­aus, irgend­wo­hin wo es schön ist und die Land­schaft uns von der Leben­dig­keit erzählt, die uns umgibt. Wenn wir unse­re Gesich­ter von der Lein­wand abwen­den, auf der seit Mona­ten der­sel­be Hor­ror­film in End­los­schlei­fe läuft, wenn wir das Kino ver­las­sen und hin­aus ins Freie lau­fen, wer­den wir Kraft schöp­fen und wie­der zu uns kom­men können.

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