Kanzlerin erklärt Kritiker zum Fall für den Psychologen

Kanz­le­rin erklärt Kri­ti­ker zum Fall für den Psychologen

1981 wag­te der sowje­ti­sche Psych­ia­ter Ana­to­li Kor­ja­gin das Undenk­ba­re. In der west­li­chen Wis­sen­schafts­zeit­schrift „The Lan­cet“ mach­te er den Miss­brauch der Psych­ia­trie in der Sowjet­uni­on bekannt. Unter dem Titel „Pati­en­ten gegen ihren eige­nen Wil­len“. Ihm pas­sier­te dar­auf­hin genau das, was er beschrie­ben und beklagt hat­te: Er wur­de ein­ge­sperrt und selbst mit anti­psy­cho­ti­schen Mit­teln zwangsmedikamentiert.

Kor­ja­gin hat­te eine der schreck­lichs­ten „Tra­di­tio­nen“ im Sozia­lis­mus doku­men­tiert – die er durch sei­ne eige­ne Arbeit als Psych­ia­ter ken­nen­ge­lernt hat­te: Dass die Macht­ha­ber sys­te­ma­tisch Anders­den­ken­de und Dis­si­den­ten für psy­chisch krank erklärten

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