Politische Hygienevorschrift

Erst „Coro­na“ zeig­te, wie effek­tiv die weit­ge­hen­de Gleich­schal­tung von Auf­fas­sun­gen funk­tio­niert. Gleich­zei­tig wur­de deut­lich, wie umfas­send der Staat sie durch­zu­set­zen ver­steht: Das Virus scheint sich der Poli­tik gera­de­zu anzu­die­nen. Es ermög­licht der Exe­ku­ti­ve end­lich, beson­ders exe­ku­tiv zu agie­ren, also zu exe­ku­tie­ren. In ambi­va­len­ter Wei­se wer­den Figu­ren wie Söder, Spahn und Lau­ter­bach das Virus lie­ben, spielt es ihnen doch Pro­fi­lie­rungs­mög­lich­kei­ten zu und läßt sich direkt für den Macht­zu­wachs nutzen.

Nichts erregt so wie die dau­ern­de Dro­hung mit dem nächs­ten “Lock­down”, dem Aus­nah­me­zu­stand. Täg­lich wird damit koket­tiert. — Mag sein, wir wer­den uns — wie die DDR-Bür­ger nach 1990 — bald umwen­den und per­plex kopf­schüt­telnd dar­über nach­sin­nen, wie wir nur sol­chen Phra­sen fol­gen und der­lei Unfug mit­ma­chen und sogar mit­ge­stal­ten konnten.

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