Kann Deutschland wirklich raus aus der NATO?

In den 80er Jah­ren for­der­ten Grü­ne “Raus aus der NATO”. Getra­gen waren sie von einer sehr star­ken deut­schen Frie­dens­be­we­gung. Die­se deut­sche Frie­dens­be­we­gung, wur­de zwei­fels­frei vom poli­tisch links ste­hen­den Spek­trum der Repu­blik orga­ni­siert und getra­gen — als Reak­ti­on auf den von Hel­mut Schmidt pro­pa­gier­ten “NATO-Dop­pel­be­schluss”. Dar­in war sich jedoch kei­nes­wegs sowjet­freund­lich unter­wegs. Das galt ledig­lich for ein paar Grup­pie­run­gen am Ran­de, wie etwa die DKP oder die SPD-Jusos. 

Die dama­li­gen Grü­nen konn­ten sich (obwohl von links kom­mend) durch­aus auf eine Art “infor­mel­le Staats­rai­son” bezie­hen — eine durch alle poli­ti­schen Klas­sen und Schich­ten des Lan­des ver­wur­zel­te Anti-Kriegs­hal­tung. Auch ein Ergeb­nis zwei­er ver­lo­re­ner Welt­krie­ge, die einst sogar in der Prä­am­bel des Grund­ge­set­zes ver­an­kert war. “Von deut­schem Boden darf nie wie­der Krieg aus­ge­hen”. Das war in der Tat auch ein Stück “natio­na­le Identität”. 

Zer­stört haben dies aus­ge­rech­net die Grü­nen unter Josch­ka Fischer — also eine Par­tei, deren Macht­er­grei­fung in der deut­schen Regie­rung ein­zig und allein der dama­li­gen Frie­dens­be­we­gung auf den Stra­ßen des Lan­des zu ver­dan­ken war. Die damals auch mit­lau­fen­den “Ökos” waren ver­gleichs­wei­se bedeu­tungs­los. Über “die Kör­ner­fres­ser” mach­te man bis­wei­len recht abfäl­li­ge Witzeleien.

40 Jah­re spä­ter über­neh­men “soge­nann­te Rech­te” die eins­ti­gen Grü­nen For­de­run­gen — “Raus aus der NATO”. Durch­aus mit einer ver­gleich­ba­ren Ana­ly­se dama­li­ger Grü­ner, nach der es mit der US-domi­nier­ten NATO in Euro­pa kei­nen Frie­den geben kann. Wir erlau­ben uns, dazu ein kom­men­tie­ren­des Dia­log­for­mat zwi­schen Jür­gen Elsäs­ser und Mar­tin Mül­ler-Mer­tens zum Zuhö­ren anzu­emp­feh­len. Ca. 15 Minu­ten poli­ti­sche Ana­ly­se für Selberdenker.

Kurzmeldungen 31.03.22

  • Russ­land ver­hängt Export­ver­bot für Raps und Son­nen­blu­men­ker­ne. Außer­dem hat Putin ange­ord­net, dass west­li­che Staa­ten Kon­ten bei der Gaz­prom-Bank eröff­nen müs­sen, um wei­ter rus­si­sches Gas zu erhal­ten. Ab Frei­tag Bezah­lung nur noch in Rubel, sagt Putin!
  • Vol­le Plei­te für die west­li­chen Sank­tio­nen. Der “Spie­gel” mel­det gera­de: “Nicht nur wur­de der Absturz des Rubels gestoppt, die rus­si­sche Wäh­rung konn­te die ver­lo­re­nen Ver­lus­te sogar fast voll­stän­dig wett­ma­chen. So kos­tet ein Dol­lar der­zeit etwa 81 Rubel – vor Kriegs­aus­bruch waren es 75 Rubel gewesen.”
  • Schwe­rer Schlag gegen die Glau­bens­frei­heit: Das Kie­wer Regime ver­bie­tet den rus­sisch-ortho­do­xen Glau­ben und ver­staat­licht alle Kir­chen und Klös­ter. Damit erhält die ukrai­nisch-ortho­do­xe Kir­che, die erst 2018 gebil­det wur­de, das Mono­pol, und die Gläu­bi­gen, die sich wei­ter als Unter­ta­nen des Mos­kau­er Patri­ar­chen ver­ste­hen, ver­lie­ren ihre Hei­lig­tü­mer und Gebets­stät­ten. Nach einer Zäh­lung von 2016 betrifft dies 13,3% der Ortho­do­xen im Land.
  • Russ­land erlaubt den EU-Staa­ten vor­erst wei­ter, Ener­gie­lie­fe­run­gen in Euro zu bezah­len. Hin­ter­grund: Bei der For­de­rung, nur noch Rubel zu akzep­tie­ren, wären Deutsch­land und ande­re Staa­ten gezwun­gen gewe­sen, zur Beglei­chung ihrer Rech­nun­gen vor­her Euro in Rubel bei der rus­si­schen Zen­tral­bank umzu­tau­schen. Bei der bis­he­ri­gen Rege­lung, die jetzt vor­erst wei­ter gilt, pas­siert das indi­rekt auch: Die Zah­lun­gen wer­den an eine rus­si­sche Ver­rech­nungs­bank, die von den Sank­tio­nen aus­ge­nom­men ist, in Euro vor­ge­nom­men, die­se wan­delt in Rubel um und löst damit die Lie­fe­run­gen aus. Das Ergeb­nis ist de fac­to das­sel­be: Euros kom­men in den Besitz einer rus­si­schen Bank und kön­nen von den Rus­sen wei­ter­ver­wen­det werden.
  • Die Zustim­mung für Putin in der rus­si­schen Bevöl­ke­rung ist seit Beginn des Krie­ges von 71 auf 83 Pro­zent gestie­gen. Das ergab eine anony­mi­sier­ten Umfra­ge des Leva­da Cen­ters. Die Umfra­ge ist glaub­wür­dig, da das Insti­tut vom Kreml unter der Rubrik “aus­län­di­scher Agent” ein­ge­stuft wird – Putin-freund­lich sind die­se Demo­sko­pen also nicht.

Quel­le: https://www.compact-online.de/zustimmung-fuer-putin-steigt-auf-83-prozent-ticker/

Warum die USA in wenigen Monaten untergehen

 

In die­sem Bei­trag begrün­de ich die extre­me The­se, dass die USA in weni­gen Mona­ten nicht mehr exis­tie­ren wer­den. Also das Land wird noch dort sein. Ein Teil der Men­schen eben­falls. Aber die Zen­tral-Regie­rung in Washing­ton D.C. wird nicht mehr exis­tie­ren und das Rechts­ge­bil­de namens United Sta­tes of Ame­ri­ca wird der Geschich­te angehören.

Bevor sich das Leid aus­schließ­lich auf die USA zurück­zieht wird auch die gan­ze west­li­che Welt eine Peri­ode star­ken Lei­dens durch­lau­fen müs­sen. Je schnel­ler es den Euro­pä­ern gelingt aus dem sich stän­dig beschleu­ni­gen­den Nie­der­gang der USA die rich­ti­gen Schlüs­se zu zie­hen, des­to weni­ger wer­den die euro­päi­schen Völ­ker mit­lei­den müs­sen. Soll­te es den Euro­pä­ern nicht schnell genug gelin­gen ihr Ver­hal­ten radi­kal zu ändern, könn­ten sie den USA in den Abgrund der Geschich­te folgen.

Wie kom­me ich zu mei­ner These?

Wei­ter­le­sen bei: https://www.selbstregieren.de/2022/03/17/warum-die-usa-in-wenigen-monaten-untergehen/

 

Schaum vor dem Mund

Als „Hater“ bezeich­net man Leu­te, die eine beson­de­re Befrie­di­gung dar­aus zu schöp­fen schei­nen, im Inter­net ande­re zu beschimp­fen. Ähn­lich wie bei Angst­stö­run­gen, wird auch die Fixie­rung auf Hass aber nicht mehr als Krank­heit erkannt, wenn es sehr vie­le Mit­men­schen sind, die unter ihr leiden.

Seit Beginn von „Coro­na“ erle­ben wir eine uner­hör­te Wel­le des Has­ses und der Aus­gren­zung aller, die die vor­ge­ge­be­ne Erzäh­lung nicht ver­in­ner­li­chen wol­len und es wagen, Kri­tik oder auch nur Zwei­fel zu äußern.

Der Hass­sturm erfasst aber nicht nur „Coro­na-Leug­ner“ und „Cov­idio­ten“ oder pro­mi­nen­te Ein­zel­per­so­nen wie Nena oder Novak Djo­ko­vic, son­dern auch Berufs­stän­de wie Heil­prak­ti­ker sowie Welt­an­schau­un­gen, bei­spiels­wei­se die Eso­te­rik oder die päd­ago­gi­schen Ansät­ze der Waldorfschulen.

Dass bei die­sem schon patho­lo­gisch zu nen­nen­den Han­deln kei­ne Selbst­er­kennt­nis erfolgt, liegt auch in dem Wohl­ge­fühl begrün­det, wel­ches das Has­sen — ins­be­son­de­re mit gutem Gewis­sen — bei vie­len Men­schen auslöst.

Quel­le: https://www.rubikon.news/artikel/schaum-vor-dem-mund

„Pandemie als Lizenz zum Abkassieren“

Sat­te 330 Mil­li­ar­den Euro kos­te­te die Coro­na­kri­se bis­lang den deut­schen Fis­kus – und somit die Steu­er­zah­ler. Nicht sel­ten führ­te die Bedro­hung durch die Pan­de­mie zu dilet­tan­tisch umge­setz­ten Maß­nah­men, die immense Kapi­tal­sum­men ver­schlun­gen haben. Dar­aus soll­ten wir ler­nen – am bes­ten mit Hil­fe eines Unter­su­chungs­aus­schus­ses, for­dert der Jour­na­list Mar­kus Grill.

Grill ist indes kein Wort­füh­rer kri­ti­scher Medi­en, son­dern Lei­ter des Ber­li­ner Büros der Inves­ti­ga­tiv-Res­sorts von NDR und WDR. Von 2015 bis 2017 war er Chef­re­dak­teur des „Faktenchecker“-Zirkels „Cor­rec­tiv“.

Quel­le: https://reitschuster.de/post/pandemie-als-lizenz-zum-abkassieren/

10.AZK — “Der Krieg gegen Russland” — Jürgen Elsässer (2014)

2014 hielt Jür­gen Elsäs­ser auf der 10. AZK in der Schweiz einen Vor­trag über den sich schon damals abzeich­nen­den Krieg gegen Russ­land. Was er vor sechs Jah­ren war­nend beschrieb, ist heu­te zur Rea­li­tät gewor­den. Zum Ver­ständ­nis des­sen, ein hörens­wer­ter Vor­trag — Län­ge ca. 70 Minuten.

Notizen vom Ende der unipolaren Welt

In einer Arti­kel-Serie, die lau­fend fort­ge­setzt wird, ord­net der Publi­zist Mathi­as Bro­eckers die Ereig­nis­se in der Ukrai­ne ein. Bro­eckers schreibt unter ande­rem: “Die west­li­chen Medi­en sen­den nur noch in manichäi­schem Schwarz/Weiß – wir sind die Guten, Russ­land ultra­bö­se – und da die “Feind­sen­der” abge­schal­tet und zen­siert wer­den, ist das Publi­kum zwecks Mei­nungs­bil­dung allein auf den “Volks­emp­fän­ger” ange­wie­sen. Weil er dem nicht trau­te, hat­te mein Groß­va­ter  im 2. Welt­krieg auf dem Spei­cher ein Radio ver­steckt, über das er BBC und ande­re “Feind­sen­der” hör­te, um sich – audia­tur et alte­ra pars – im Pro­pa­gan­da-Nebel des Kriegs selbst ein Bild über die Lage “on the ground” zu machen”.

Emp­feh­lens­wert für alle, die der us-domi­nier­ten West­pro­pa­gan­da nur bedingt über den Weg trau­en. In die­ser Arti­kel­se­rie wer­den unter ande­rem auch Wort­laut-Doku­men­ta­tio­nen bereit gestellt, wie bei­spiels­wei­se fol­gen­des Inter­view mit dem russ­si­sche Außen­mi­nis­ter Lawrow.

Aus­zug: 

Fra­ge: Ist Deutsch­land unter der neu­en Kanz­le­rin ein weni­ger unab­hän­gi­ger Staat gewor­den? Hät­te es unter Ange­la Mer­kel genau­so gehandelt?

Ser­gej Law­row: Das Pro­jekt Nord Stream 2 wur­de unter dem neu­en Bun­des­kanz­ler in Auf­trag gege­ben, wenn auch vor­über­ge­hend aus­ge­setzt. Ich hof­fe, dass die Erfah­rung ein Ver­ständ­nis für die Not­wen­dig­keit mit sich bringt, natio­na­le Inter­es­sen zu wah­ren und sich nicht voll und ganz auf den Part­ner im Aus­land zu ver­las­sen, der alle Ent­schei­dun­gen für einen trifft und dann auch alles für einen tut. Natür­lich ist auch die enor­me Zahl der US-Trup­pen auf deut­schem Boden ein Fak­tor, der eine unab­hän­gi­ge Ent­schei­dungs­fin­dung behindert.

Quel­le: https://www.broeckers.com