Autoritarismus und Zensur in der Corona-Ära

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Teil 1: Pro­pa­gan­da und Impfpatriotismus

„Heu­te beginnt eine Form der Dis­kri­mi­nie­rung, die es in der Geschich­te noch nie gege­ben hat, und das im ‚Land der Frei­heit und der Men­schen­rech­te‘. Ich kann schon seit lan­gem kein Geschäft mehr betre­ten, weil ich mir kei­nen Lap­pen aufs Gesicht bin­de. Seit dem 21. Juli darf ich nicht mehr ins Kino, ins Thea­ter oder ins Kon­zert gehen. Ich darf weder in eine Bar noch in ein Restau­rant gehen noch einen Zug oder ein Flug­zeug betreten.

Eini­ge haben den gel­ben Stern erwähnt, aber der Ver­gleich hinkt: Mit dem gel­ben Stern konn­te man noch ins Restau­rant gehen oder mit dem Zug fah­ren. Eini­ge beru­fen sich auf die Apart­heid, aber auch der Ver­gleich ist nicht ange­bracht: Trotz Apart­heid hat­ten die Schwar­zen ihre eige­nen Restau­rants und konn­ten sein.“ – Yves Daou­dal, fran­zö­si­scher Journalist

Wir sind jetzt in die gefähr­li­che Pha­se der psy­chi­schen Pan­de­mie ein­ge­tre­ten, die man nur „Impf­stolz“ nen­nen kann. Wo immer zwei oder drei Covi­dia­ner zusam­men­kom­men, lau­tet die ers­te Fra­ge: „Haben Sie Ihre zwei­te Dosis erhal­ten?“, wor­auf­hin die dop­pelt Geimpf­ten dies mit dem Tri­um­pha­lis­mus eines Wie­der­ge­bo­re­nen ver­kün­den. Die Imp­fun­gen sind nun Stig­ma­ta der Recht­schaf­fen­heit und eine wei­te­re Ein­la­dung an die post­mo­der­ne Hal­tung der mora­li­schen Überlegenheit.

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