Corona als Vorwand

Rei­sen erwei­tert den Hori­zont. Während in Deutsch­land Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel mit Andeu­tun­gen von einem neu­er­li­chen Corona-„Desaster“ raunt und vor wei­te­ren Locke­run­gen warnt und ihr Gesund­heits­mi­nis­ter neue „Rei­se­war­nun­gen“ aus­spricht, die dem zag­haft sich berap­peln­den Tou­ris­mus-Gewer­be einen fri­schen Tritt in die Knie­keh­len ver­pas­sen, bewe­gen sich in den bal­ti­schen Staa­ten Bürger und Rei­sen­de in unmas­kier­ter Normalität, kehrt das Leben in Wirt­schaft, Kul­tur und Gas­tro­no­mie zurück.

Offen­kun­dig hat es auch mehr poli­ti­sche als sach­li­che Gründe, wenn in dem einen Land prag­ma­tisch gehand­hab­te Abstands­re­geln und Des­in­fek­ti­ons­ge­le­gen­hei­ten genügen, um allmählich in den All­tag einer zivi­li­sier­ten Indus­trie­ge­sell­schaft zurückzukehren, während im Nach­bar­land Regie­rung und Ver­wal­tun­gen ihre Bürger mit einer Breit­sei­te an War­nun­gen und Vor­schrif­ten überziehen und alles dar­an­set­zen, um mit immer aus­ge­feil­te­ren Restrik­tio­nen – die unter Inkauf­nah­me gra­vie­ren­der wirt­schaft­li­cher und persönlicher Fol­gen durch­ge­setzt wer­den – eine Grund­stim­mung von Alar­mis­mus, Hys­te­rie und Angst­ma­che aufrechtzuerhalten.

https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2020/corona-als-vorwand/

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