Nach Diskursverweigerung Demo

VON ROLAND TICHY

In der Coro­na-Debat­te wie­der­ho­len sich die Feh­ler der Poli­tik, wie sie seit 2015 exe­ku­tiert wird: Wer nicht mein Freund ist, ist mein Feind. Eine wei­te­re Kluft im zer­ris­se­nen Deutsch­land öff­net sich. Die Regie­rung reagiert auto­ri­tär, immer mehr Bür­ger mit Widerstand.

Ein Bas­ket­ball-Spie­ler geht auf eine Coro­na-Demons­tra­ti­on und wird gefeu­ert; und weil sie schon dabei sind: Sei­ne Freun­din, die sich als Weit­sprin­ge­rin auf die nächs­ten olym­pi­schen Spie­le vor­be­rei­tet, gleich mit. Gegen Beam­te wird ein Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet, wenn sie da auf­tra­ten. Der Ver­mie­ter der Laut­spre­cher­an­la­gen ver­liert des­we­gen sei­nen Spon­so­ring­ver­trag. Ein Kom­men­tar, der an die über 200 Zei­tungs­ti­tel des SPD-Medi­en­kon­zerns und ange­schlos­se­nen Titel ver­brei­tet wird, for­dert, Demons­tran­ten mit dem Was­ser­wer­fer von der Stra­ße weg­zu­put­zen, denn „In Aus­ein­an­der­set­zung mit Infek­ti­ons­schutz­geg­nern müs­sen neue Sai­ten auf­ge­zo­gen wer­den.“ Man reibt sich die Augen: So her­ab­las­send und unver­deckt zur Gewalt gegen Demons­tran­ten rufen nicht mal die Zei­tun­gen in Weiß­russ­land auf. Und wie immer: Die Macht­ha­ber mer­ken es nicht ein­mal mehr. Im bald herbst­li­chen Deutsch­land kippt die Stimmung.

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