Das Ende der unipolaren Welt

Der Wes­ten hat den Höhe­punkt sei­ner glo­ba­len Domi­nanz über­schrit­ten — Putins „Unge­hor­sam“ ist ein Sym­ptom für das wach­sen­de Selbst­be­wusst­sein der Gegenkräfte.

„Das ame­ri­ka­ni­sche Jahr­hun­dert“ — ja, viel­leicht kann man die welt­wei­te Hege­mo­nie der USA zwi­schen dem Ers­ten Welt­krieg und der Zeit unmit­tel­bar nach der Auf­lö­sung des War­schau­er Pakts wirk­lich so bezeich­nen. Vie­le schei­nen aber noch nicht bemerkt zu haben, dass wir nicht nur kalen­da­risch inzwi­schen das 21. Jahr­hun­dert erreicht haben. Die Zeit, in der das Impe­ri­um „uni­po­lar“ fast schal­ten und wal­ten konn­te, wie es woll­te, ist vor­bei. Die Nie­der­la­gen wie etwa in Syri­en häu­fen sich, Chi­na bie­tet dem West­block wirt­schaft­lich Paro­li, und Putin betreibt Groß­macht­po­li­tik auf Augen­hö­he. Schon bahnt sich ein Zusam­men­schluss der glo­ba­len Riva­len an, und selbst die Herr­schaft der USA über das Geld­sys­tem mit­hil­fe der Leit­wäh­rung Dol­lar gerät ins Wan­ken. An das Mär­chen von einer angeb­li­chen mora­li­schen Über­le­gen­heit der „Frei­en Welt“ glaubt ohne­hin nur noch der für sei­ne Anspruchs­lo­sig­keit bekann­te euro­päi­sche Mainstream-Medienkonsument.

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