Das Kind im Bürger

Erwach­se­ne Men­schen unter­wer­fen sich Berufs­po­li­ti­kern, als wären die­se ihre Eltern ― mit fata­len Folgen

Alle Jah­re wie­der wäh­len ver­trau­ens­se­li­ge Bür­ger Poli­ti­ker mit wenig Berufs- und Lebens­er­fah­rung in hohe Regie­rungs­äm­ter und sehen sie dann als respek­ta­ble Auto­ri­tä­ten an.

Die Poli­ti­ker ver­bin­den mit die­ser Zuschrei­bung umge­hend Herr­schafts­an­sprü­che, schaf­fen ein Ver­hält­nis der Über- und Unter­ord­nung und set­zen gegen­über den Bür­gern ihren Wil­len durch ― prä­zi­ser gesagt: die Anwei­sun­gen einer glo­ba­len Macht­eli­te. Damit wer­den sie zu Hel­fers­hel­fern gna­den­lo­ser Aus­beu­ter der eige­nen Bürger.

Zu die­sen Poli­ti­kern schau­en die meis­ten Erwach­se­nen auf wie Kin­der. Und das hat Fol­gen: Die Auto­ri­täts­gläu­big­keit führt zu einem reflex­ar­ti­gen geis­ti­gen Gehor­sam und zu Ver­stan­des­läh­mung. Erwach­se­ne Men­schen kön­nen dann nicht mehr ver­nünf­tig urtei­len und über­ge­ben die Ent­schei­dungs­ge­walt Berufs­po­li­ti­kern. Doch die­se sind ― viel­leicht mit weni­gen Aus­nah­men ― nicht wirk­lich dar­an inter­es­siert und fähig, die Mensch­heits­pro­ble­me zu lösen. Sie haben allein ihre Kar­rie­re und ihre gute Ver­sor­gung im Sinn.

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