Das Morgenland erwacht

Mit immer neu­en Krie­gen konn­te die stärks­te Mili­tär­macht der Welt in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten den US-Dol­lar als Leit­wäh­rung erhal­ten, ihre schwin­den­de Wirt­schafts­macht mit Waf­fen­ein­sät­zen hin­aus­zö­gern. Und es ist der Dol­lar bezie­hungs­wei­se die Herr­schaft über die Druck­ma­schi­ne für den Green­back, der Washing­ton nach dem Ers­ten Welt­krieg in die Fuß­stap­fen des Bri­ti­schen Empi­re hat tre­ten las­sen. Die­se Füh­rungs­rol­le der USA geht nun nach hun­dert Jah­ren zu Ende.

Der gro­ße Krieg gegen den Irak, den die USA im März 2003 mit der Bom­bar­die­rung von Bag­dad begon­nen hat­ten und der — je nach Quel­len — zwi­schen 500.000 und 1,1 Mil­lio­nen Men­schen das Leben gekos­tet hat, ging wesent­lich um den Fort­be­stand des US-Dol­lars als Welt­leit­wäh­rung. Iraks Prä­si­dent, Sad­dam Hus­sein, hat­te drei Jah­re zuvor ent­schie­den, künf­tig alle Ener­gie­ex­port­ge­schäf­te nicht mehr in US-Dol­lar abwi­ckeln zu wol­len. Auch der west­li­che Angriff auf Liby­en im März 2011 dien­te der Besei­ti­gung eines Dol­lar-Abtrün­ni­gen. Revo­lu­ti­ons­füh­rer Muammar Gad­da­fi war drauf und dran, sei­ne Plä­ne für einen afri­ka­ni­schen Gold-Dinar zu ver­wirk­li­chen, der sowohl dem post­ko­lo­nia­len, an den Euro gebun­de­nen CFA-Franc als auch dem US-Dol­lar zuge­setzt hätte.

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