Der erlösende erste Schuss

Der Ukrai­ne­krieg ist ein gro­ßes Pro­blem für die betrof­fe­nen Natio­nen und für Euro­pa — für die US-Finanz­wirt­schaft könn­te er Teil der Lösung sein.

Es ist eigent­lich kei­ne neue Erkennt­nis. Der fran­zö­si­sche Sozia­list Jean Jaurès sag­te: „Der Kapi­ta­lis­mus trägt den Krieg in sich wie die Wol­ke den Regen“. So ging dem Zwei­ten Welt­krieg ein gro­ßer Finanz­crash und eine öko­no­mi­sche Depres­si­on vor­aus. Die US-Wirt­schaft und Finanz­wirt­schaft stan­den vor dem Pro­blem einer mas­si­ven Über­ka­pa­zi­tät, eine Ver­mö­gens- und spie­gel­bild­lich ein Schul­den­berg türm­ten sich auf. „Krea­ti­ve Zer­stö­rung“ schien ein gang­ba­rer Aus­weg zu sein.

Und heu­te?

Die Situa­ti­on gleicht der dama­li­gen lei­der nur zu sehr. Wir neh­men nai­ver­wei­se oft an, „nie­man­dem“ kön­ne an einer Fort­set­zung des Ukrai­ne­kriegs gele­gen sein. Doch die Lage ist kom­pli­zier­ter. Die USA oder auch Chi­na könn­ten glo­bal die lachen­den Drit­ten sein, wenn es in West­eu­ro­pa brennt. Ein zer­bomb­tes Land wür­de als öko­no­mi­scher Kon­kur­rent auf Jah­re aus­fal­len. Und für den wirt­schaft­li­chen Nie­der­gang, der dann unver­meid­lich wäre, könn­te die west­eu­ro­päi­sche Poli­tik leicht einen Schul­di­gen benen­nen: Putin.

Quel­le: https://www.rubikon.news/artikel/der-erlosende-erste-schuss

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