Der Krieg gegen die Realität

Die fort­schrei­ten­de Spal­tung der Men­schen geht mit der Schaf­fung sich wider­spre­chen­der Wirk­lich­kei­ten ein­her, in denen Fak­ten kei­ne Rol­le mehr spielen.

Men­schen haben ver­schie­de­ne Mei­nun­gen. Das ist nor­mal. Wenn sie jedoch begin­nen, in völ­lig unter­schied­li­chen Rea­li­tä­ten zu leben und die­se gegen Bewoh­ner alter­na­ti­ver Wirk­lich­kei­ten mit Zäh­nen und Klau­en zu ver­tei­di­gen, wird es brenzlig.

Über­all auf der Welt ist die­se Spal­tung der­zeit zu beob­ach­ten. Coro­na mar­kiert die Eska­la­ti­ons­stu­fe die­ser Ent­wick­lung — ange­deu­tet hat sie sich jedoch schon lan­ge vor­her, etwa mit der emo­tio­nal geführ­ten Populismusdebatte.

Gefähr­lich wird es, wenn nicht mehr nur eine rich­ti­ge durch eine fal­sche Rea­li­tät ersetzt wer­den soll — dies wäre in der Geschich­te kei­ne Sel­ten­heit; der jet­zi­ge Mei­nungs­krieg stellt das Kon­zept einer objek­ti­ven Rea­li­tät als sol­ches in Fra­ge und ent­zieht damit jeder künf­ti­gen Debat­te den Boden.

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