Der Wiederholungszwang

Quel­le Kurz­link: https://ogy.de/cr00

Der Ver­such, tota­li­tä­re Poli­tik medi­zi­nisch zu begrün­den, blickt in Deutsch­land auf eine unheil­vol­le Tra­di­ti­on zurück.

Wer sich eine Dik­ta­tur zusam­men­brau­en will, braucht dazu eine Rei­he von Zuta­ten: vor allem Angst, das Beschwö­ren einer „Volks­ge­mein­schaft“ und die Iden­ti­fi­ka­ti­on stö­ren­der Außen­sei­ter — schließ­lich auch sym­bo­li­sche Unter­wer­fungs­ri­tua­le und einen „Klas­si­ker“, der nicht neu ist, aber immer funk­tio­niert: bru­ta­len Zwang.

Es wird nicht gern gehört, wenn jemand irgend­et­was an der heu­ti­gen Situa­ti­on mit dem „Drit­ten Reich“ ver­gleicht. Tat­säch­lich besteht zwi­schen bei­den Sys­te­men kei­ne Gleich­heit, aber Ver­gleich­bar­keit in vie­len Ein­zel­aspek­ten. So hat­ten füh­rend Nazis vor­aus­ge­sagt, wie ein Volk auch aus einer Demo­kra­tie her­aus durch ent­schlos­se­ne Füh­rer unter­wor­fen wer­den kann. Auch die Indienst­nah­me wis­sen­schaft­li­cher und ärzt­li­cher Auto­ri­tät für inhu­ma­ne Zie­le ist kei­ne ganz neue Idee.

Kommentare sind geschlossen.