Deutschland setzt ein Zeichen – und verbietet „Z” wie Zeichen

Dür­fen Buch­sta­ben­sup­pen eigent­lich noch das ‘Z’ enthalten?

Wenn es dar­um geht, mit sinn­lo­sen Aktio­nen ima­gi­nä­re Pro­ble­me zu bekämp­fen, lässt sich der deut­sche Staat von nie­man­dem über­bie­ten: Meh­re­re Bun­des­län­der wol­len nun gegen das Z‑Symbol vor­ge­hen, mit dem die rus­si­schen Trup­pen in der Ukrai­ne ihre Ein­satz­fahr­zeu­ge kenn­zeich­nen und das in Russ­land zum Zei­chen für die Inva­si­on in der Ukrai­ne gewor­den ist. Da es den Buch­sta­ben im in Russ­land und der Ukrai­ne gebräuch­li­chen kyril­li­schen Alpha­bet nicht gibt, ist er über­all schnell erkennbar.

Den wirk­li­chen Hin­ter­grund kennt jedoch keiner.

Den­noch wird das Z‑Zeichen auch außer­halb des Kri­sen­ge­bie­tes benutzt, um Zustim­mung zum rus­si­schen Vor­ge­hen in der Ukrai­ne zu demons­trie­ren – oder auch ein­fach nur, um Ableh­nung gegen die ein­sei­ti­ge Bericht­erstat­tung und pogrom­ar­ti­ge Scharf­ma­che­rei gegen Rus­sen auch in west­li­chen Län­dern auf­merk­sam zu machen. Weil jedoch das „Impe­ri­um der Guten“ vor allem in Deutsch­land nur weni­ge Schub­la­den im Reper­toire hat, in die es Mei­nun­gen ein­sor­tiert, und alle mit einem etwas dif­fe­ren­zier­ten Blick auf die Kon­flikt­la­ge pau­schal als „Putin-Ver­ste­her“ gestem­pelt (und damit dem­sel­ben Lager wie Quer­den­ker, Nazis, Leug­ner und Ver­schwö­rungs­spin­ner zuge­ord­net) wer­den, wird nun ein Zei­chen gegen das Zei­chen gesetzt: Die Bun­des­län­der Nie­der­sach­sen, Bay­ern, Ber­lin und Nord­rhein-West­fa­len wol­len nun straf­recht­lich gegen das „Z“ vor, wei­te­re Län­der wol­len folgen.

Wei­ter­le­sen

 

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