Die Freiheit zur Krankheit

Tex­te wider die bio­po­li­ti­sche Dres­sur des Menschen

Unter Bio­po­li­tik ver­steht der französische Phi­lo­soph Michel Fou­cault die auf den Körper des ein­zel­nen und auf den Bevölkerungskörper gesamt aus­ge­rich­te­ten Pra­xen der Nor­ma­li­sie­rung und Dis­zi­plin, um die­se Körper zu opti­mie­ren, um ihre Produktivität im Sin­ne der Norm zu stei­gern und Störungen der gesell­schaft­li­chen Funktionsabläufe zu unterbinden.

Die Seu­che im Jahr 2020/21 wur­de in die­sem Sinn genutzt zum Ver­such der Eta­blie­rung einer neu­en körperlichen und gesell­schaft­li­chen Normalität mit dem Ziel, bereits vor­her ange­streb­te Durch­grif­fe auf die Sub­jek­te durch­zu­set­zen und ihren passförmigen Umbau für die Ver­wer­tungs­pro­zes­se des digi­ta­len Kapi­ta­lis­mus zu organisieren.

Die Fremd­be­stim­mung die­ser Pro­zes­se zu unter­lau­fen muss Anlie­gen jedes poli­tisch kri­ti­schen Ansat­zes sein, in des­sen Mit­tel­punkt die Selbst­be­stim­mung der Sub­jek­te steht. Kri­sen­zei­ten sind Zei­ten in denen sich die­se Aus­ein­an­der­set­zun­gen um die Kon­trol­le der Körper zuspitzen.

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