Die rote Pille

Micha­el Mey­en for­dert in sei­nem neu­en Buch „Die Pro­pa­gan­da-Matrix“ dazu auf, der unbe­que­men Wahr­heit hin­ter unse­rer künst­li­chen Rea­li­tät ins Auge zu sehen.

Die Matrix-Tri­lo­gie ist vie­len Men­schen ein Begriff. Immer­hin war sie vor über 20 Jah­ren ein cine­as­ti­scher Kas­sen­schla­ger und hat in der Pop­kul­tur längst Kult­sta­tus erlangt. Auch heu­te noch spü­ren vie­le Men­schen, dass die Wachow­ski-Geschwis­ter mit ihrer Film­tri­lo­gie, der in die­sem Jahr ein vier­ter Teil fol­gen soll, tie­fe­re Wahr­hei­ten ange­spro­chen haben.

Von vie­len wur­den die Fil­me jedoch zu wört­lich genom­men. Seit­dem dis­ku­tie­ren auch Aka­de­mi­ker dar­über, wie hoch die Wahr­schein­lich­keit ist, dass wir in einer Com­pu­ter­si­mu­la­ti­on leben. Die Meta­pho­rik der Fil­me wird dabei in der Regel aus­ge­blen­det. Nicht so von Micha­el Mey­en. Er macht die Tri­lo­gie zum Auf­hän­ger sei­nes neu­en Buches und bezieht sich schon in des­sen Titel „Die Pro­pa­gan­da-Matrix“ auf sie. Tat­säch­lich, so geht aus sei­nem Buch her­vor, leben wir in einer Matrix.

Gemeint ist dabei jedoch nicht eine Com­pu­ter­si­mu­la­ti­on, son­dern das durch Medi­en und Pro­pa­gan­da geform­te Welt­bild, das uns so natür­lich erscheint, dass wir sei­nen Cha­rak­ter als künst­lich erzeug­tes Pro­dukt gar nicht mehr erken­nen können.

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