Die Unfähigkeit zur Toleranz

Das Ver­hal­ten der Staats­macht bei Demons­tra­tio­nen zeigt, dass die Gesell­schaft ihre Fähig­keit ver­lo­ren hat, Anders­den­ken­de auszuhalten.

Ob Kas­sel oder Ber­lin — Anders­den­ken­de bekom­men für ihre Stand­punk­te immer häu­fi­ger die har­te Hand zu spü­ren, statt in einen Dia­log gebe­ten zu wer­den. Ein tief­grei­fen­der Sit­ten­ver­fall sowie eine immense Ver­ro­hung hal­ten Ein­zug. Gip­felnd unter ande­rem in ver­fas­sungs­recht­lich frag­wür­di­gen Ver­bo­ten von Demons­tra­tio­nen oder dem Ver­such, Demons­trie­ren­de auf Ver­an­stal­tun­gen zu drang­sa­lie­ren und abzudrängen.

Die Unfä­hig­keit, Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten aus­zu­hal­ten, ist tra­gi­scher­wei­se häu­fig bei jenen zu beob­ach­ten, die es bes­ser wis­sen müss­ten. Jene also, die sich auf die Fah­ne geschrie­ben haben, an his­to­ri­sche Aus­wüch­se der Into­le­ranz zu erin­nern und ihrer Wie­der­kehr mah­nend ent­ge­gen zu wirken.

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