Edward Bernays und die Gefahr von Public Relation

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Arti­kel vom 7. Juni 2018

Die bri­ti­sche Regie­rung hat die „Natio­nal Secu­ri­ty Com­mu­ni­ca­ti­ons Unit“ (NSCR) gegrün­det, um gegen „Fake News und Des­in­for­ma­ti­on“ vor­zu­ge­hen. Die NSCR setzt sich aus Ver­tre­tern der Geheim­diens­te und Sicher­heits­be­hör­den sowie exter­nen Exper­ten für Cyber­si­cher­heit, Kom­mu­ni­ka­ti­on und Öffent­lich­keits­ar­beit zusam­men. Aus Grün­den, die wir gleich erkun­den wer­den, ist die Ein­be­zie­hung von Public-Relations-„Experten“ viel­leicht der größ­te Grund zur Sorge.

1928 schrieb ein aus Öster­reich stam­men­der Ame­ri­ka­ner namens Edward Ber­nays ein Buch mit dem Titel „Pro­pa­gan­da„. Viel­leicht haben Sie noch nie von Ber­nays gehört, aber er war zwei­fel­los einer der ein­fluss­reichs­ten Män­ner des 20. Jahr­hun­derts. Sein tief­grei­fen­der Ein­fluss auf unser aller Leben kann nicht unter­schätzt wer­den. Ber­nays präg­te buch­stäb­lich die Ent­wick­lung der US-ame­ri­ka­ni­schen Gesell­schaft des 20 Jahr­hun­derts. Nicht weil er ein Poli­ti­ker oder poli­ti­scher Bera­ter wie Brze­zinski war, son­dern weil er ein bril­lan­ter Hoch­stap­ler war.

Ber­nays war der Nef­fe von Sig­mund Freud, dem Begrün­der der Psy­cho­ana­ly­se. In sei­ner Jugend stand er sei­nem Onkel sehr nahe und ver­brach­te vie­le Som­mer damit, mit Freud bei regel­mä­ßi­gen Rei­sen nach Wien spa­zie­ren zu gehen und zu plaudern.

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