Es brodelt nicht nur in der Ukraine | Von Hermann Ploppa

Tei­le und Herr­sche: Das ist das Erfolgs­re­zept der west­li­chen Wertegemeinschaft

Wir leben tat­säch­lich in einer extrem ver­netz­ten Welt. Beim Wet­ter­ge­sche­hen sagt man ja in der Cha­os­theo­rie, dass der Flü­gel­schlag eines Schmet­ter­lings in Tokyo in letz­ter Kon­se­quenz einen Orkan in West­eu­ro­pa aus­lö­sen kann. In der Welt­po­li­tik ist es nicht anders. Wobei wir bes­ser gleich von Geo­po­li­tik spre­chen kön­nen. Geo­po­li­tik heißt in die Rea­li­tät über­setzt: wo befin­den sich wert­vol­le Schät­ze, und wie kann man die­se Schät­ze den recht­mä­ßi­gen Besit­zern weg­neh­men? Oder wie kann man genau die­sen Dieb­stahl ver­hin­dern? So befan­den sich die Ölvor­rä­te der Ara­bi­schen Halb­in­sel bis vor kur­zem im Griff der west­li­chen Wer­te­ge­mein­schaft. Um die­se Aus­beu­tung abzu­si­chern, gab und gibt es in der Regi­on blu­ti­ge Krie­ge, damit der Boden­reich­tum mög­lichst nicht den Leu­ten zugu­te­kommt, die auf die­se Schät­ze ihre Füße stellen.

Geo­po­li­tik spielt natür­lich auch eine ent­schei­den­de Rol­le beim Ukrai­ne-Krieg. Die west­li­che Wer­te­ge­mein­schaft hat schon seit über ein­hun­dert Jah­ren ein begehr­li­ches Auge auf die eura­si­sche Kon­ti­nen­tal­plat­te gewor­fen. Der eng­li­sche Geo­po­li­ti­ker Hal­ford Mack­in­der stell­te bereits 1904 stra­te­gi­sche Über­le­gun­gen an, wie man die­ses von ihm so genann­te „Herz­land“ (Heart­land) für die Bri­ten erobern kann.

Wei­ter­le­sen

 

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