IN DER DEMO DRINNEN BEOBACHTET

Am Tag vor der Demo ver­kün­de­te die Grü­nen-Poli­ti­ke­rin Rena­te Kün­ast: „Sams­tag wird ein Groß­kampf­tag für sozia­le Netz­wer­ke. Sie müs­sen zusätz­li­ches Per­so­nal abstel­len, die Kom­mu­ni­ka­ti­on und bestimm­te Accounts genau im Blick haben und im Zwei­fel Bei­trä­ge löschen oder Accounts sper­ren, bevor etwas Schlim­mes pas­siert.“ Was zum einen ziem­lich ehr­lich ist: im Zwei­fel sper­ren und löschen, so müs­sen wahr­schein­lich abge­half­ter­te Bun­des­mi­nis­te­rin­nen klin­gen, die vor 30 Jah­ren das Sys­tem stür­zen woll­ten, also das tun, was sie heu­te ande­ren vor­wer­fen. Zum ande­ren han­delt es sich bei „Groß­kampf­tag“ um einen Begriff aus dem Haupt­quar­tier der Armee des deut­schen Kai­ser­reichs, erst­mals benutzt 1916. Es ist nicht unko­misch, wenn eine Grü­ne mit die­sem Voka­bu­lar („zusätz­li­ches Per­so­nal abstel­len“, „löschen“) und über­haupt mit Schned­de­re­däng zum Kampf gegen eine Demons­tra­ti­on und ihr Umfeld ruft, weil es im Demo-Zug ein paar Kai­ser­flag­gen gibt.

https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/unter-den-demonstranten-friedefreude-kaiserflagge/

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