Kann Deutschland wirklich raus aus der NATO?

In den 80er Jah­ren for­der­ten Grü­ne “Raus aus der NATO”. Getra­gen waren sie von einer sehr star­ken deut­schen Frie­dens­be­we­gung. Die­se deut­sche Frie­dens­be­we­gung, wur­de zwei­fels­frei vom poli­tisch links ste­hen­den Spek­trum der Repu­blik orga­ni­siert und getra­gen — als Reak­ti­on auf den von Hel­mut Schmidt pro­pa­gier­ten “NATO-Dop­pel­be­schluss”. Dar­in war sich jedoch kei­nes­wegs sowjet­freund­lich unter­wegs. Das galt ledig­lich for ein paar Grup­pie­run­gen am Ran­de, wie etwa die DKP oder die SPD-Jusos. 

Die dama­li­gen Grü­nen konn­ten sich (obwohl von links kom­mend) durch­aus auf eine Art “infor­mel­le Staats­rai­son” bezie­hen — eine durch alle poli­ti­schen Klas­sen und Schich­ten des Lan­des ver­wur­zel­te Anti-Kriegs­hal­tung. Auch ein Ergeb­nis zwei­er ver­lo­re­ner Welt­krie­ge, die einst sogar in der Prä­am­bel des Grund­ge­set­zes ver­an­kert war. “Von deut­schem Boden darf nie wie­der Krieg aus­ge­hen”. Das war in der Tat auch ein Stück “natio­na­le Identität”. 

Zer­stört haben dies aus­ge­rech­net die Grü­nen unter Josch­ka Fischer — also eine Par­tei, deren Macht­er­grei­fung in der deut­schen Regie­rung ein­zig und allein der dama­li­gen Frie­dens­be­we­gung auf den Stra­ßen des Lan­des zu ver­dan­ken war. Die damals auch mit­lau­fen­den “Ökos” waren ver­gleichs­wei­se bedeu­tungs­los. Über “die Kör­ner­fres­ser” mach­te man bis­wei­len recht abfäl­li­ge Witzeleien.

40 Jah­re spä­ter über­neh­men “soge­nann­te Rech­te” die eins­ti­gen Grü­nen For­de­run­gen — “Raus aus der NATO”. Durch­aus mit einer ver­gleich­ba­ren Ana­ly­se dama­li­ger Grü­ner, nach der es mit der US-domi­nier­ten NATO in Euro­pa kei­nen Frie­den geben kann. Wir erlau­ben uns, dazu ein kom­men­tie­ren­des Dia­log­for­mat zwi­schen Jür­gen Elsäs­ser und Mar­tin Mül­ler-Mer­tens zum Zuhö­ren anzu­emp­feh­len. Ca. 15 Minu­ten poli­ti­sche Ana­ly­se für Selberdenker.

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