Kriegstreiberei und Sprache

Über wel­che Merk­ma­le läuft Kriegs­pro­pa­gan­da? Wie erklärt man uns medi­al den Krieg und wel­che Rol­le hat in all die­sem Geschrei die Spra­che? Oder: Wie ver­rückt ist Putin?

„Putins Krieg“, „Putins Opfer“, „Was wir über Putin wis­sen“, „Ist Russ­lands Prä­si­dent Wla­di­mir Putin wahn­sin­nig?“, „Machen Ste­ro­ide den Kreml-Chef aggres­siv?“, „Wie ver­rückt ist Wla­di­mir Putin?“ … Dies ist nur eine klei­ne Aus­wahl aus einem Meer von stets nach dem­sel­ben Mus­ter gestrick­ten Phra­sen, die seit Ende Febru­ar tag­täg­lich auf uns ein­trom­meln und unse­re geis­ti­ge Erlah­mung bewir­ken sollen.

Denn das effek­tivs­te Mit­tel der Pro­pa­gan­da­spra­che ist die simp­le Wie­der­ho­lung. Wie am Fließ­band müs­sen die immer glei­chen Phra­sen und Flos­keln repe­tiert wer­den, um das kri­ti­sche Den­ken zu betäu­ben. Je öfter uns etwas gesagt wird und je häu­fi­ger wir es von ver­schie­de­nen Sei­ten zu hören bekom­men, des­to eher sind wir geneigt, es für wahr zu halten.

Umso wich­ti­ger für die Pro­pa­gan­da ist es, Wider­spruch aus dem Dis­kurs so weit wie mög­lich zu eli­mi­nie­ren. Und fin­det ein­mal eine abwei­chen­de Mei­nung ihren Durch­weg, muss sofort auch sie zum Feind gemacht wer­den. „Putins Pazi­fis­ten“ lau­te­te dar­um nicht zufäl­lig ein kürz­lich ver­öf­fent­lich­ter Kommentar.

Wei­ter­le­sen

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