Machtexzess ohne Ende: Die Politik leidet an «Long Covid»

Die Poli­tik berauscht sich seit Coro­na an einem Macht­ge­winn, wie sel­ten zuvor. Doch Macht wird nicht ein­fach zurück­ge­ge­ben, sie muss ent­ris­sen werden.

Sor­ry, viel­leicht ist es eine dum­me Fra­ge. Aber was ist eigent­lich das Ziel der Anti-Covid-Maß­nah­men? Nun ja, könn­te man sagen: die Pan­de­mie zu been­den, natür­lich. Und dann wie­der­um natür­lich mit Been­di­gung der Pan­de­mie auch die Maß­nah­men zu been­den. Das Ziel der Maß­nah­men ist also die Been­di­gung der Maß­nah­men. So logisch es auch klingt, so naiv ist der Glau­be dar­an inzwischen.

Denn der Ein­druck ist seit Beginn der Pan­de­mie ein gänz­lich ande­rer. Die Poli­tik ändert seit Beginn der Pan­de­mie stän­dig die Nar­ra­ti­ve, sie sucht hän­de­rin­gend nach neu­en Zah­len, Panik­fak­to­ren und Schein­be­dro­hun­gen, um mög­lichst lan­ge, hart und wie­der­holt die Bevöl­ke­rung in den Mass­nah­men­sack zu ste­cken. Erst die Ver­fla­chung der Kur­ve, der Schutz der Älte­ren, der R‑Wert, die Ver­hin­de­rung der Über­las­tung des Gesund­heits­sys­tems. Inzwi­schen geht es um Impf­päs­se und Kin­der­imp­fun­gen, obwohl in fast voll­stän­dig durch­ge­impf­ten Län­dern, wie zuletzt Isra­el (1), die Zah­len erneut durch die Decke gehen. Die ange­bo­te­nen Lösun­gen von heu­te sind stets die Pro­ble­me von mor­gen. Die Coro­na-Logik lau­tet, dass es kei­ne Logik gibt, aus­ser dass die End­los­schlei­fe des Macht­ex­zes­ses nicht auf­hö­ren darf.

Macht­ex­zess ohne Ende: Die Poli­tik lei­det an «Long Covid» | Von Milosz Matu­schek | KenFM.de

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