Millionen Impfdosen drohen zu verfallen

»In Deutsch­land müs­sen bis zum Ende des Som­mers zig Mil­lio­nen Coro­na-Imp­fun­gen ver­ab­reicht wer­den, um die­se vor dem Ver­fall zu schüt­zen. Das geht aus Ant­wor­ten des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­ums (BMG) auf schrift­li­che Fra­gen her­vor, die Tages­spie­gel Back­ground vorliegen.

Die Ant­wor­ten zei­gen zudem, dass der Bund kei­ne Über­sicht dar­über hat, wie vie­le der über den Groß­han­del an nie­der­ge­las­se­ne Ärz­te aus­ge­lie­fer­ten Impf­do­sen mitt­ler­wei­le ver­nich­tet wer­den muss­ten. Seit Amts­an­tritt des neu­en Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ters Karl Lau­ter­bach (SPD) ver­öf­fent­licht das Minis­te­ri­um kei­ne Zah­len mehr zu aktu­ell vor­rä­ti­gen und per­spek­ti­visch gelie­fer­ten Impfstoffdosen.

Bekannt ist, dass die alte Bun­des­re­gie­rung bis Ende ver­gan­ge­nen Jah­res ins­ge­samt 554 Mil­lio­nen Impf­stoff­do­sen bestellt hat­te, die teils aber erst die­ses Jahr oder auch 2023 gelie­fert wer­den. Mit Antritt der neu­en Bun­des­re­gie­rung kün­dig­te Lau­ter­bach eine mas­si­ve Impf­kam­pa­gne an – und bestell­te im Dezem­ber Mil­lio­nen neu­er Impfstoffdosen.

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