Nach der Absage an Gazprom: Polen bezieht Gas aus Deutschland

Es hat Schlag­zei­len gemacht, dass Polen die Rubel­zah­lun­gen für rus­si­sches Gas abge­lehnt und Gaz­prom dar­auf­hin die Lie­fe­run­gen ein­ge­stellt hat. Aller­dings war das (bis­her) ein Bluff für die dum­me Öffentlichkeit.

Russ­land for­dert seit Anfang April für sei­ne Gas­lie­fe­run­gen Zah­lun­gen auf Kon­ten in Russ­land. Die Zah­lun­gen kön­nen in Euro oder Dol­lar geleis­tet wer­den, müs­sen aber sofort in Rubel getauscht wer­den. Da die Gas­rech­nun­gen immer am Monats­en­de gezahlt wer­den, rückt der Tag der Wahr­heit für die EU-Staa­ten nun immer näher, wenn sie Ende April ihre Rech­nun­gen bezah­len und sich ent­schei­den müs­sen, ob sie der rus­si­schen Rege­lung Fol­ge leis­ten wollen.

Polen hat das abge­lehnt, wor­auf­hin Gaz­prom die Lie­fe­run­gen an Polen ein­ge­stellt hat. Polen bezieht dadurch aber nicht etwa weni­ger rus­si­sches Gas, denn nun wur­de der Gas­fluss durch die Jamal-Pipe­line, die Polen mit Deutsch­land ver­bin­det, umge­dreht und Polen bezieht das rus­si­sche Gas nun aus Deutsch­land. Die­se Umkehr des Gas­flus­ses nennt man Revers und das wur­de mit die­ser Pipe­line in den letz­ten Mona­ten schon öfter gemacht.

Wei­ter­le­sen…

 

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