Neue unternehmerischen Machtformen

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Im Zuge der Coro­na-Kri­se fra­gen sich immer mehr Men­schen, wer eigent­lich das Sagen hat – staat­li­che Insti­tu­tio­nen oder eher pri­va­te Akteu­re aus der Wirt­schafts- und Finanz­sphä­re. Dabei hat sich spä­tes­tens seit der Finanz­kri­se 2008 offen­bart, dass die Ent­schei­dungs­macht in den Hän­den mäch­ti­ger Bank­häu­ser oder Hedge­fonds liegt.

Die kleb­ri­ge Nähe zwi­schen Poli­tik und Wirt­schaft wird zuneh­mend offen­sicht­li­cher, je mehr man deren Ver­stri­ckun­gen beleuchtet.

Vor knapp sechs Jah­ren tat es der Lite­ra­tur- und Medi­en­wis­sen­schaft­ler Joseph Vogl in sei­nem Buch «Der Sou­ve­rä­ni­täts­ef­fekt». Dar­in zeich­ne­te der Ber­li­ner Pro­fes­sor in his­to­ri­scher Per­spek­ti­ve nach, wie jene Akteu­re den Staat mit­tels Finan­zie­rung in die Logik des Mark­tes hin­ein­zo­gen. Auf die­se Wei­se sei ein unkon­trol­lier­tes „Finanz­re­gime“ ent­stan­den, das sich sowohl recht­lich als auch insti­tu­tio­nell schwer ver­or­ten lässt und der demo­kra­ti­schen Kon­trol­le ent­zo­gen bleibt.

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