Putin — Die Rückkehr des russischen Bären

Nach 20 Jah­ren an der Macht setzt Wla­di­mir Putin mit Russ­lands Come­back auf der gro­ßen Büh­ne der Welt­po­li­tik sei­ne geo­po­li­ti­sche Stra­te­gie um. Bereits 2007 hat­te er sein Vor­ha­ben ange­kün­digt – und den­noch scheint es die west­li­chen Regie­run­gen völ­lig unvor­be­rei­tet zu tref­fen. Was steckt hin­ter die­ser Neu­auf­la­ge des Kal­ten Krieges?

Nach dem Zer­fall der Sowjet­uni­on im Jahr 1991 schien die Zeit Russ­lands als Groß­macht ein für alle Mal vor­bei. Heu­te liegt das BIP Russ­lands gera­de ein­mal auf dem Niveau Ita­li­ens, und die Trup­pen­stär­ke des Lan­des ist kaum grö­ßer als die Frank­reichs. Doch seit Beginn der 2020er Jah­re redet Wla­di­mir Putin auf der welt­po­li­ti­schen Büh­ne wie­der mit.

Von den ehe­ma­li­gen Sowjet­staa­ten über Afri­ka bis zum Nahen Osten gibt es kei­ne Wahl, kei­nen Kon­flikt und kei­ne Ver­hand­lung, zu denen Mos­kau nichts zu sagen hät­te. Ob mit­tels Social-Media-Kam­pa­gnen, diplo­ma­ti­schen Gesprä­chen oder Han­dels- und Mili­tär­ab­kom­men: der Kreml scheint fest ent­schlos­sen, zu alter Grö­ße zurückzufinden.

Sei­ne Zie­le hat­te Wla­di­mir Putin bereits 2007 auf der Mün­che­ner Sicher­heits­kon­fe­renz ange­kün­digt. Er fühl­te sich von sei­nen west­li­chen „Part­nern“ despek­tier­lich behan­delt und unter­schätzt, pran­ger­te das Vor­macht­stre­ben der Ver­ei­nig­ten Staa­ten an und pro­phe­zei­te das Ende der uni­po­la­ren Welt­ord­nung. Seit­dem sorgt der Kreml-Chef für die Siche­rung der rus­si­schen Gren­zen und bezieht außen­po­li­tisch ganz unver­hoh­len Stel­lung, ohne dass ihm ande­re Staa­ten Ein­halt gebie­ten. Es besteht kein Zwei­fel: Der rus­si­sche Bär ist zurück auf dem inter­na­tio­na­len Parkett!

Doku­men­ta­ti­on von Fré­dé­ric Tonol­li (F 2021, 55 Min)

Kommentare sind geschlossen.