Ticker Kurzmeldungen

  • Über­ra­schung? Nein: Ges­tern hier bereits pro­gnos­ti­ziert! “Putin droht Euro­pä­ern mit Gegen-Maß­nah­men wegen Zugriff auf Gaz­prom-Toch­ter”, mel­det die “Welt” gera­de. Ges­tern war Gast­prom Ger­ma­nia ratz­fatz von Wirt­schafts­mi­nis­ter Habeck der Treu­hand­schaft des deut­schen Staa­tes unter­stellt wer­den. Dies könn­te nun deut­schen Fir­men in Russ­land pas­sie­ren. Aber der Kreml hat noch ande­re Pfei­le im Köcher.
  • Der Ener­gie­ver­sor­ger Eon kün­digt bei­spiel­lo­se Preis­er­hö­hun­gen an. Grund: Die Prei­se im Groß­han­del für Erd­gas wür­den im Ver­gleich zum Früh­jahr 2020 zum Teil um das 20-fache höher lie­gen, bei Strom  um das Acht­fa­che. Und was wird erst sein, wenn die rus­si­schen Lie­fe­run­gen wegfallen?
  • Butscha beflü­gelt die Extremisten:”Ein mili­tä­ri­sches Ein­grei­fen der Nato darf kein Tabu mehr sein”, lau­tet die Über­schrift eines Kom­men­tars in der “Welt”.
  • Russ­land hat ges­tern Nacht erneut eine Son­der­sit­zung des UN-Sicher­heits­ra­tes zu Butscha bean­tragt, die ukrai­ni­schen Kriegs­ver­bre­chen müss­ten auf­ge­klärt wer­den. Groß­bri­tan­ni­en, das den Vor­sitz im wich­tigs­ten UN-Gre­mi­um führt, hat­te den Vor­stoß ges­tern abgelehnt.
  • Satel­li­ten­bil­der aus Butscha sol­len die Vor­wür­fe gegen Russ­land erhär­ten. Doch das Unter­neh­men Maxar, das die Bil­der lie­fer­te, ist nicht unab­hän­gig, arbei­tet schon seit den 1950er Jah­ren für die US-Regierung.
  • Nun ist selbst Ange­la Mer­kel den Kriegs­trei­bern nicht mehr gut genug. Der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Selen­ski hat die frü­he­re Bun­des­kanz­le­rin  direkt ange­grif­fen: Ihre Gas-Poli­tik mit Russ­land sei ver­ant­wort­lich für den soge­nann­ten Völ­ker­mord in Butscha, sie sol­le die Stadt mit ihm zusam­men besu­chen. Sie wür­dig­te Selen­ski nicht ein­mal eines per­sön­li­chen Anrufs – ihr Spre­cher ant­wor­te­te: “Die ehe­ma­li­ge Bun­des­kanz­le­rin Dr. Ange­la Mer­kel steht zu ihren Ent­schei­dun­gen im Zusam­men­hang mit dem NATO-Gip­fel 2008 in Buka­rest.” Damals war der Ukrai­ne eine NATO-Mit­glied­schaft nur vage in Aus­sicht gestellt wor­den, ohne kon­kre­te Schrit­te zu beschließen.

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