Ukraine-Konflikt: Der Tod Europas und die Geburt einer neuen Ordnung

“Impe­ria­ler Wahn Putins”: Im Wes­ten sind sich Exper­ten, Jour­na­lis­ten und Poli­ti­ker einig, wenn es um die Ursa­chen des Kon­flikts in der Ukrai­ne geht. Doch ein Blick über den Tel­ler­rand zeigt schnell, dass die Ana­lys­ten im Glo­ba­len Süden zu einem ande­ren Schluss kommen.

Zum Glück gibt es kei­nen Nobel­preis für mensch­li­che Dumm­heit, denn er wäre bei der Fül­le von Kan­di­da­ten, ange­fan­gen bei den euro­päi­schen Herr­schern, unmög­lich zu vergeben.

Die Ukrai­ne-Fra­ge (wir wei­gern uns, das als Inva­si­on oder Krieg zu bezeich­nen, obwohl es tech­nisch gese­hen bei­des sein kann) ist kei­nes­wegs das, was die west­li­chen Medi­en krampf­haft behaup­ten. Russ­land hat weder die Absicht, die Ukrai­ne zu annek­tie­ren, noch hat es einen Erobe­rungs­krieg begon­nen, und schon gar nicht ist es das Ergeb­nis eines impe­ria­len Wahns nach ver­lo­re­ner Größe.

Es ist ein geo­po­li­ti­scher Kon­flikt im wahrs­ten Sinn des Wor­tes. Geo­po­li­tisch im Ver­ständ­nis des 19. Jahr­hun­derts, ein Kampf um Macht und Inter­es­sen, denn es gibt kei­nen Kon­flikt der Ideo­lo­gien, kei­nen Kampf der Sys­te­me, auch wenn die übli­chen Söld­ner und Dumm­köp­fe – die lei­der kei­ne aus­ster­ben­de Spe­zi­es sind – davon schwa­dro­nie­ren. Nein, nichts dergleichen.

Es ist der alte Kampf zwi­schen der Welt, die gebo­ren wer­den will, und der Welt, die sich wei­gert zu ster­ben (wie der Kom­mu­nist Anto­nio Gram­sci gesagt haben soll), her­vor­ge­ru­fen durch die Wei­ge­rung der NATO, sich nicht wei­ter Rich­tung Russ­land aus­zu­deh­nen. Denn das und nichts ande­res ist der Grund für die mili­tä­ri­sche Akti­on: Sicher­heit für Russ­land zu gewin­nen, was die Euro­päi­sche Union/NATO ablehnt, was dar­auf schlie­ßen lässt, dass sie an ihrer Expan­si­ons­po­li­tik festhalten.

Wei­ter­le­sen

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