Verratene Schutzbefohlene

„Aller Anfang ist schwer“ heißt es. Unse­ren Kin­dern wird den Anfang ihres Lebens im Moment ent­setz­lich schwer gemacht. Angst, Bedrü­ckung, Repres­si­on und das Ein­re­den von Schuld­ge­füh­len beglei­ten ihre ers­te, für die Ent­wick­lung so wich­ti­ge Lebens­pha­se. Etli­che Jahr­gän­ge kön­nen sich an einen Schul­be­such oder an einen Ein­kaufs­bum­mel mit den Eltern gar nicht mehr ohne Mas­ke erin­nern. Sie ler­nen nicht, im Gesicht ihres Gegen­übers zu lesen. Sie ler­nen nicht, frei zu atmen. Sie erle­ben sich selbst fast nur noch als poten­zi­el­le Gefah­ren­quel­le für Vul­nerable, anstatt unbe­schwert, als lie­ben­de und gelieb­te Wesen ins Leben zu starten.

Wer sen­si­bel ist, kann das Leid der Mäd­chen und Jun­gen auch spü­ren. Als Älte­ren zer­reißt es einem das Herz, und doch müs­sen sich die meis­ten von einer bru­ta­len Obrig­keit dazu ein­span­nen las­sen, bei die­ser Form der Miss­hand­lung zu assis­tie­ren. Schon jetzt sind vie­le unse­rer Schutz­be­foh­le­nen irrever­si­bel geschä­digt und trau­ma­ti­siert. Aber es ist bes­ser, spät als nie gegen den Wahn­sinn auf­zu­be­geh­ren. Machen wir den Ver­ant­wort­li­chen wenigs­tens jetzt, in Zei­ten, in denen „Locke­run­gen“ uns Rücken­wind geben, klar, dass wir nicht län­ger zuschau­en wer­den, wie man unse­rem Nach­wuchs die Kind­heit raubt.

Wei­ter­le­sen: https://www.rubikon.news/artikel/verratene-schutzbefohlene

 

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