Wenn die Impfteams anrücken

Quel­le Kurz­link: https://ogy.de/102f

Wer mit­hilft, Min­der­jäh­ri­gen an Schu­len neu­ar­ti­ge „Impf­stof­fe“ zu inji­zie­ren, soll­te sich bewusst machen, dass er damit mora­lisch wie juris­tisch Glatt­eis betritt.

Seit Anpas­sung der beding­ten Zulas­sung des Impf­stoffs Comirn­a­ty von Pfi­zer-Bio­N­Tech durch die Euro­päi­sche Arz­nei­mit­tel­zu­las­sungs­be­hör­de EMA ist seit dem 31. Mai 2021 auch die Imp­fung von Kin­dern ab 12 Jah­ren von der beding­ten Zulas­sung umfasst.

Die Impf­prio­ri­sie­rung wur­de mitt­ler­wei­le auf­ge­ho­ben und die Gesund­heits­mi­nis­ter der Län­der haben beschlos­sen, allen Jugend­li­chen ein Impf­an­ge­bot zu machen. Laut Robert Koch-Insti­tut wur­den bereits 25,1 Pro­zent der Kin­der und Jugend­li­chen zwi­schen zwölf und 18 Jah­ren geimpft. Aber nicht alle Eltern schei­nen von der Mög­lich­keit Gebrauch machen zu wol­len, ihre Kin­der imp­fen zu lassen.

Die Mei­nung der Ärz­te­schaft zu dem The­ma ist gespal­ten. Von poli­ti­scher Sei­te wird aber immer wie­der eine Durch­imp­fung von Kin­dern und Jugend­li­chen gefor­dert. Die Stän­di­ge Impf­kom­mis­si­on (STIKO) hat­te zunächst kei­ne Impf­emp­feh­lung für gesun­de Kin­der und Jugend­li­che aus­ge­spro­chen (5), war wegen die­ser Ein­schät­zung aller­dings zuneh­mend unter poli­ti­schen Druck geraten.

Mitt­ler­wei­le hat die STIKO ver­sucht, „der Poli­tik ein biss­chen ent­ge­gen­zu­kom­men“, und emp­fiehlt die Covid-19-Imp­fung nun auch für alle Kin­der und Jugend­li­che ab zwölf Jah­ren. In eini­gen Bun­des­län­dern wird bereits damit begon­nen, die Imp­fung durch Impf­teams, die an die Schu­len kom­men, durch­zu­füh­ren. Nicht in allen Fäl­len wer­den die Eltern mit einer sol­chen Maß­nah­me ein­ver­stan­den sein und eine ent­spre­chen­de Erklä­rung abge­ben. Es stellt sich also die Fra­ge: Dür­fen Kin­der und Jugend­li­che dann ohne die Ein­wil­li­gung der Eltern geimpft werden?

Kommentare sind geschlossen.