von Christin Horrmann und Diedrich Meyer
Aurich. Mit Standarten, Pauken und Trompeten: Gleich zweimal zogen die Auricher Schützen am Wochenende durch die Innenstadt. Sie feierten so den 400. Geburtstag des Auricher Schützenvereins (ASV). Am Sonnabend wurden dazu die Politiker des Rates morgens um zehn Uhr abgeholt, und am Sonntag wurde am Nachmittag mit dem zweiten Umzug das Kreisschützenfest eingeläutet.
Eine Plakette im Schnabel des Papageien, des Wahrzeichens des Vereins, beweist das Alter des Auricher Schützenvereins, sagte Burkhard Siepermann am Freitagabend zur Eröffnung des Festwochenendes. Die historische Bedeutung machte auch Aurichs Bürgermeister Heinz-Werner Windhorst in seiner Ansprache noch einmal deutlich: „Die Stadt Aurich ist nur 175 Jahre älter als der Schützenverein“, sagte er bei der Feier am Freitagabend.
Doch Tradition hin oder her: Auch der Auricher Schützenverein kämpft mit sinkenden Mitgliederzahlen. Wie auch in anderen Vereinen gibt es hier immer weniger Interessierte. Der Verein richtet sich deshalb seit einigen Jahren verstärkt als Sportverein aus. Und das mit Erfolg: Denn seit zwei, drei Jahren steigen die Mitgliederzahlen wieder an.