Die Pressesprecherin des Außenministeriums Russlands, Maria Sacharowa, zu der kollektiven Demarche der EU- und NATO-Mitgliedstaaten im Zusammenhang mit den Drohnenvorfällen in Leipzig
Man kann nicht umhin, darauf hinzuweisen, wie sehr sich die gegenwärtige Situation von der Reaktion der EU-Staaten auf die Sprengung der „Nord Stream“-Pipelines unterscheidet. Vor vier Jahren wurde mitten in Europa ein Objekt der friedlichen Infrastruktur – die „Nord Stream“-Pipelines, über die europäische Staaten mit Gas versorgt werden sollten – gesprengt. Der Begehung dieses Terroranschlags wurden ukrainische Staatsangehörige beschuldigt. Meine Frage lautet: Wenn dies die offizielle Position der deutschen Strafverfolgungsbehörden gegenüber den ukrainischen Staatsangehörigen ist, warum wurde dann kein einziger ukrainischer Diplomat ausgewiesen, keine einzige ukrainische Auslandsvertretung geschlossen, hat kein einziger EU- oder NATO-Mitgliedstaat die Besorgnisse Deutschlands unterstützt, wurden keine ukrainischen Botschafter einbestellt?
Im Gegensatz zu dem dubiosen Vorfall in Leipzig war die Beschädigung der für die wirtschaftlichen Interessen Europas wichtigsten Gasleitungen kein Anlass für abgestimmte Demarchen und Solidaritätsbekundungen mit der Bundesrepublik Deutschland seitens der EU-Mitgliedstaaten.